SCHMERRRRZ

Kaum etwas gibt es, das der Mensch mehr zu meiden sucht.

Schmerz!

Gefürchtet, "gehasst", - verkannt!

Schmerz ist in allererster Linie ein Anzeiger dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Dieses Etwas will wahrgenommen, erkannt, vielleicht untersucht, und ge-, oder erlöst werden.

Es ist auch eine Warnung, - und bedeutet "auf-hören".

Schmerz ist also ein Botschafter. 

Dieser gibt Kunde darüber, was und wo Unstimmigkeit, Ungleichgewicht, Unordnung ein Zuviel an Raum eingenommen hat.

In der modernen Welt, in welcher es längst üblich geworden ist, die Verfolgung der eigenen Wünsche und Pläne in den Vordergrund zu stellen, und sie als die wahren positiven Emotionen anzuerkennen, kommt ein solcher Botschafter in der Regel ungelegen.

Schon gar, wenn er sich als kaum zu ignorieren breitmacht.

Allein dieser Verlust an positiven Emotionen verführt zur Kompensation, - Alkohol, Drogen, andere Süchte...

Nun reicht es jedoch wenig aus, den Botschafter in die Ecke zu schubbsen, ohnmächtig zu prügeln, und seine Kunde zu ignorieren...

Und heutzutage sind schon die Kleinsten vom Schmerzkiller-Wahn betroffen.

In der Historie der Medizin gibt es allerdings zahlreiche und zum Teil ausgesprochen tragische Beispiele dafür, dass die Wahrheit über das Ausmaß sogenannter Nebenwirkungen der breiten Öffentlichkeit dann erst zugänglich wird, wenn der Zug längst abgefahren ist.

Schmerz ist sicherlich eine Herausforderung für den Menschen.

Der Mensch aber lebt herausfordernd, und darf erkennen, dass Schmerz ein Akt der allumfassenden Liebe ist;  -

ein Hinweis, dass Korrekturen, Richtigstellungen, Änderungen vorzunehmen sind, damit es wieder stimmt.

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